Die Frage „Was kostet Listing-Optimierung?" lässt sich bei 400 Listings nicht mit einem Preis pro Listing beantworten. Entscheidend ist, wie viele Listings du in welcher Reihenfolge anfasst und wie viel Verbrauch pro Listing anfällt. Dieser Artikel gibt dir ein Rechenmodell, mit dem du den Aufwand vorab abschätzt, statt am Monatsende zu staunen.
Die Kosten hängen an der Zahl der bearbeiteten Listings, nicht an der Kataloggröße. Rechne mit einem Richtwert pro Listing, plane in Wellen und analysiere nur die Listings, bei denen sich der Aufwand lohnt. Alle Zahlen unten stammen aus genannten Quellen oder sind als Annahme markiert.
Schritt 1: Die Kostenbausteine kennen
Bei einer Software-Lösung fallen typischerweise drei Arten von Aufwand an. Für SELLRZ gilt laut Preisseite und Wissensbasis:
| Baustein | Was dahinter steht | Quelle |
|---|---|---|
| Plan | Monatspreis mit einem Credit-Budget. Plus: 249 € netto pro Monat mit 1.500 VICKI-Credits (bei 12 Monaten Laufzeit, monatlich bezahlt) | sellrz.io/de/pricing, Prüfdatum 25.10.2026 |
| Richtwert je Produkt | ca. 70 Credits je Produkt, inklusive anteilig Bilder und Reports | SELLRZ Wissensbasis, Pläne und Chancen, Abruf 25.10.2026 |
| Conversion-Analyse | 300 Credits je Analyse, abgerechnet erst nach Abschluss; ein abgebrochener Lauf kostet nichts | SELLRZ Wissensbasis, SWF-Reports, Abruf 24.10.2026 |
| Batch-Aufschlag | Bei Massenläufen kostet ein erfolgreicher Job pro Listing einen Pipeline-Aufschlag; fehlgeschlagene oder abgebrochene Jobs erhalten keinen | SELLRZ Wissensbasis, Batch-Übersicht, Abruf 24.10.2026 |
Die Höhe des Batch-Aufschlags nennen wir hier nicht, weil wir sie nicht belegen können. Prüfe sie im Konto, bevor du einen großen Lauf startest. Preise können sich ändern: Gilt am Ende die Preisseite.
Schritt 2: Der Richtwert gilt, die Rechnung nicht pauschal
Der Richtwert von ca. 70 Credits je Produkt ist ein Mittelwert, kein Festpreis. Wie viele Bilder und Reports ein Listing braucht, bestimmt den echten Verbrauch. Rechne deshalb mit einer Spanne und baue einen Puffer ein.
Rechenbeispiel (Richtwert, kein Garantiepreis)
Alle 400 Listings mit dem Richtwert: 400 × 70 = 28.000 Credits. Zum Vergleich mit den Credit-Budgets laut Preisseite (Prüfdatum 25.10.2026):
- Plus mit 1.500 Credits: rund 21 Listings pro Monat, also etwa 19 Monate für den ganzen Katalog.
- Growth mit 7.500 Credits (999 € netto pro Monat bei 12 Monaten Laufzeit): rund 107 Listings pro Monat, also knapp 4 Monate.
Daraus folgt: Den ganzen Katalog auf einmal zu bearbeiten ist selten die richtige Frage. Sinnvoller ist, zuerst die Listings mit dem größten Hebel zu wählen.
Schritt 3: Die Zahl der Listings senken, nicht den Preis
Bei 400 Listings sind es oft nur 50 bis 100, an denen sich eine Änderung spürbar auswirkt. Das ist eine Arbeitsannahme, keine Messung. Wie du diese Listings findest, zeigen diese Artikel:
- Listing Audit mit Stichprobe: erst eine Stichprobe prüfen, dann entscheiden, wie viele Listings wirklich dran müssen.
- Hidden Winners finden: Listings mit guter Conversion, die zu wenig gesehen werden, haben oft das beste Verhältnis aus Aufwand und Wirkung.
- Conversion Rate verbessern bei 400 Listings: die schwächste Stelle zuerst.
Die Conversion-Analyse kostet laut Wissensbasis 300 Credits je Analyse. Alle 400 Listings damit zu prüfen wären 120.000 Credits und damit viel mehr als die Optimierung selbst. Nutze sie gezielt für die 15 bis 20 Listings mit dem größten Potenzial: 20 × 300 = 6.000 Credits.
Schritt 4: Den Plan in Wellen aufteilen
Ein Wellenplan hält die Kosten steuerbar. Beispiel mit angenommenen Zahlen (kein Messwert):
| Welle | Inhalt | Listings | Credits (Richtwert 70) |
|---|---|---|---|
| 0 | Pilot an einer Produktgruppe | 10 | 700 |
| 1 | Listings mit größtem Hebel | 40 | 2.800 |
| 2 | Zweite Priorität | 50 | 3.500 |
| 3 | Restkatalog nach Bedarf | offen | nach Messung |
Zwischen den Wellen misst du, bevor du weiterfährst. Wie du Änderungen in Wellen überträgst, steht in Listings skalieren, welchen Weg du für Massenänderungen wählst, in Bulk Listing. Fehlgeschlagene Batch-Jobs werden bei SELLRZ nicht automatisch neu eingereiht. Plane deshalb nach jeder Welle einen Blick auf die Fehlerliste ein (Quelle: Batch-Übersicht, Abruf 24.10.2026).
Schritt 5: Mit der Agentur vergleichen, aber fair
Die Vergleichsseite von SELLRZ nennt für Agenturen 1.500 bis 7.500 € pro Monat bei 5 bis 10 Listings pro Monat und 3 bis 12 Monaten Bindung. Das sind Angaben von SELLRZ, kein unabhängiger Marktwert (Quelle: sellrz.io/vs-agency, Prüfdatum 25.10.2026). Setzt du diese Spanne ein, ergibt sich für 400 Listings eine Dauer von 40 bis 80 Monaten bei 10 bzw. 5 Listings pro Monat. Das ist eine reine Rechnung auf Basis dieser Angaben.
Damit ist keine Agentur schlecht: Eine Agentur bringt Erfahrung, Zweitmeinung und Handarbeit mit, die Software nicht ersetzt. Der Vergleich hilft nur bei der Frage, welche Menge du in welcher Zeit bewältigen willst. Prüfe selbst, welche Leistung dein Angebot einschließt.
Typische Rechenfehler
- Den ganzen Katalog einplanen. Rechne mit den Listings, die du wirklich anfasst.
- Analyse und Optimierung vermischen. Beides hat eigene Kosten.
- Keinen Puffer für Fehlläufe. Fehlgeschlagene Jobs musst du erneut einreihen.
- Kosten ohne Messung. Ohne Vergleich vorher und nachher weißt du nicht, ob sich Welle 2 lohnt.
- Vertragsbindung übersehen. Preise gelten laut Preisseite bei 12 Monaten Laufzeit.
Häufige Fragen
Was kostet die Optimierung eines einzelnen Listings?
Als Richtwert nennt die SELLRZ Wissensbasis ca. 70 Credits je Produkt inklusive anteilig Bilder und Reports. Den Euro-Wert dafür gibt es nicht pauschal, er hängt vom Plan ab.
Gibt es eine Möglichkeit, vorher zu testen?
Im kostenlosen Zugang scannt SELLRZ bis zu 1.000 Listings und zeigt die besten Wachstumschancen (Quelle: sellrz.io/free-access). Damit siehst du, wo sich Aufwand lohnt, bevor du Credits einplanst.
Reicht ein günstiger Plan für 400 Listings?
Das hängt davon ab, wie schnell du fertig sein willst. Mit dem Richtwert brauchst du für den ganzen Katalog 28.000 Credits. Verteilt auf mehrere Monate geht das mit einem kleineren Plan, nur dauert es länger.
Nächster Schritt
Bevor du Budget festlegst, sieh dir an, welche deiner Listings den größten Hebel haben. Trial kostenlos starten und die erste Welle an einer Produktgruppe testen.


