Die Formel ist der leichte Teil: Bestellpositionen geteilt durch Sitzungen. Falsch wird die Rechnung eine Zeile später, bei dem Zuwachs, den du einsetzt.
Der Zuwachs ist kein fester Wert, sondern ein Verhältnis. Wie viel mehr Käufer aus denselben Besuchern möglich sind, hängt davon ab, wie gut dein Listing heute schon ist.

Bei einem durchschnittlichen Listing sind das rund 75 Prozent mehr Käufer. Bei einem, das schon gut ist, noch 17. Dieselbe Arbeit, viermal so viel Ertrag im ersten Fall.
Das kostet dich zwei Sorten Fehlentscheidung. Du planst Umsatz ein, den es bei deinem Listing nicht mehr zu holen gibt. Oder du lässt eine ASIN liegen, bei der die Rechnung dreistellig ausgeht.
Messbar wird das auf einer Skala aus 35 Kernfragen über sechs Stationen: ein Wert von 0 bis 100 aus dem Anteil beantworteter Fragen. Zwei Punkte sind gesetzt — 50 ist das durchschnittliche Listing, 90 das mit doppelter Conversion.
Die üblichen Anleitungen nennen die Formel und einen Branchendurchschnitt. Hier steht, woher der Zuwachs kommt, den du einsetzt.
Conversion Rate = Bestellpositionen ÷ Sitzungen × 100. Nicht Seitenaufrufe im Nenner.- Der Zuwachs ist ein Verhältnis, keine Zulage. Er hängt an deinem Startwert.
- Bei Wert 50 sind 50–75 % mehr Käufer drin, bei 70 noch 17 %, ab 80 nichts mehr.
- Besucher × Conversion × Preis = Umsatz, mal Marge = Gewinn.
- Rechne gegen das Band 70–80, nicht gegen die Skalenspitze 90.
- Vollen Vormonat nehmen, mindestens 30 Tage. Kürzeres verzerrt das Sitzungsfenster.
Die Formel — und welche der beiden Spalten hineingehört
Die Conversion Rate ist der Anteil der Besucher, die kaufen:
Conversion Rate (%) = Bestellpositionen ÷ Sitzungen × 100
Beide Zahlen stehen unter Berichte → Geschäftsberichte → Verkäufe und Traffic nach ASIN. Zwei Verwechslungen machen die Zahl unbrauchbar:
| Nicht das | Sondern das | Warum |
|---|---|---|
| Seitenaufrufe | Sitzungen | Ein Interessent erzeugt oft fünf Aufrufe |
| Sitzungsprozentsatz | Bestellpositionen je Sitzung | Die erste Spalte zählt Einheiten, nicht Käufer |
Wer im Dreierpack verkauft, liest sonst seine Packungsgröße als Überzeugungskraft. Warum die Spalten auseinanderlaufen, steht in was der Sitzungsprozentsatz wirklich zählt.
Zwei Regeln für den Zeitraum:
- Vollen Vormonat nehmen, nicht die letzten sieben Tage
- Mindestens 30 Tage — eine Sitzung ist ein 24-Stunden-Fenster, kurze Zeiträume verzerrt es
Amazon benennt Berichte und Spalten gelegentlich um. Prüf die Beschriftung in deinem Konto, bevor du eine Auswertung darauf aufbaust.
Von Prozent zu Euro: die zweite Zeile
Ein Prozentsatz ist keine Entscheidungsgrundlage. Ein Monatsbetrag ist einer.
Umsatz je Monat = Besucher × Conversion Rate × Preis
Gewinn je Monat = Umsatz × Marge
Ein durchschnittliches Listing als Beispiel: 780 Besucher, 4,5 Prozent Conversion, 19,80 Euro, 30 Prozent Marge.
| Rechnung | Ergebnis | |
|---|---|---|
| Bestellungen | 780 × 4,5 % | 35,1 im Monat |
| Umsatz | 35,1 × 19,80 € | 695 € |
| Gewinn | 695 € × 30 % | 208 € |
Ein einziger Prozentpunkt mehr Conversion sind hier 155 Euro Umsatz und 46 Euro Gewinn. Jeden Monat, ohne einen Cent zusätzliche Werbung.
Vier Zahlen brauchst du dafür, und alle vier kennst du:
- Besucher je Monat — Sitzungen aus dem Business Report
- Conversion Rate — Bestellpositionen je Sitzung
- Preis — der Betrag, den der Käufer zahlt
- Marge — was nach Kosten und Gebühren übrig bleibt
Eine Conversion Rate ist eine Kennzahl. Ein Monatsbetrag ist ein Auftrag.
Rechne es mit deinen eigenen Zahlen. Der Rechner läuft im Browser, keine deiner Zahlen verlässt deinen Rechner:
Warum dein Zuwachs davon abhängt, wo du heute stehst
Jetzt die Zahl, die keine Formel liefert.
Jeder allgemeine Rechner löst das mit einem Eingabefeld: „plus 1 Prozentpunkt". Das unterstellt, dass ein schlechtes und ein gutes Listing denselben Sprung vor sich haben. Der Zuwachs ist aber eine Division:
Zuwachs = Faktor(Zielwert) ÷ Faktor(heute)
Mit 50 als Durchschnitt (Faktor 1,0) und 90 als Verdopplung (Faktor 2,0) ergibt das eine Staffel, in der derselbe Weg immer weniger wert wird:
| Dein Wert heute | Zuwachs bis 70–80 | Conversion danach | Gewinn danach | Plus je Monat |
|---|---|---|---|---|
| 50 (Durchschnitt) | + 50 bis 75 % | 6,8 – 7,9 % | 313 – 365 € | + 104 bis 156 € |
| 60 | + 20 bis 40 % | 5,4 – 6,3 % | 250 – 292 € | + 42 bis 83 € |
| 70 | + 17 % | 5,3 % | 243 € | + 35 € |
| 80 und darüber | — | — | 208 € | 0 € |
Drei Dinge stehen in dieser Tabelle, die in keinem Prozentsatz stehen:
- Der erste Punkt ist der teuerste. Von 50 auf 60 gewinnst du 20 bis 40 Prozent, von 70 auf 80 nur noch 17. Nicht die Arbeit wird schwerer, der Vorrat an offenen Bedenken geht aus.
- Die Reihenfolge deines Katalogs folgt daraus. Zwei ASINs mit gleichem Umsatz sind nicht gleich dringend. Die schwächere trägt den größeren Betrag.
- Die Zahl hat ein Ende. Ab 80 rechnet dieses Modell nichts mehr aus.
Ab welcher Besucherzahl sich die Arbeit überhaupt messen lässt, steht in der Rechnung, ob sich Optimierung lohnt.
„Plus ein Prozentpunkt" bekommt bei jedem Rechner jeder — das schwächste Listing wie das beste. Für alle außer dem Durchschnitt ist die Zahl falsch, in beide Richtungen.
Zähl über die sechs Stationen, wie viele Kauffragen dein Listing beantwortet. Aus dem Anteil wird dein Wert, aus dem Abstand zum Band 70–80 dein Zuwachs.
Woher die Zielzahl kommt — und warum sie ein Band ist
Hinter der Skala steht eine feste Arithmetik statt eines Urteils.
| Schritt | Was passiert | Ergebnis |
|---|---|---|
| 1 | Je Kernfrage: sichtbar beantwortet, ja oder nein? | 35 Ja/Nein-Urteile |
| 2 | Je Station: beantwortete ÷ Fragen der Station | sechs Stationswerte |
| 3 | Mittelwert der sechs Stationen | dein Wert von 0 bis 100 |
Die beiden Ankerpunkte sind eine Modellannahme, keine Messung an deinem Konto. Verlässlich ist die Arithmetik davor: Dasselbe Listing bekommt immer denselben Wert.
Die Fragen sind die eines Käufers, nicht die eines Textprüfers:
- Erkennt man sofort, was das Produkt ist?
- Wird ein konkreter Anwendungsfall gezeigt?
- Sind Maße, Material und Lieferumfang klar?
- Ist klar, was der Kunde bekommt — und was nicht?
Drei Regeln machen die Zahl brauchbar, und alle drei sind unbequem:
- Im Zweifel gilt eine Frage als nicht beantwortet. Kein Wohlwollen, keine halben Punkte. Die meisten echten Listings landen zwischen 35 und 65.
- Die Zielzahl ist das Band 70 bis 80. Ein realistischer Kategorieführer liegt bei 75 bis 88. Wer mit 90 rechnet, rechnet gegen ein Listing, das es nicht gibt.
- Unter 50 wird geklemmt. Sonst liefe die Gerade gegen null und der Zuwachs gegen unendlich. Steht dein Listing tiefer, rechne mit 50 und nimm das Ergebnis als Untergrenze.
Deinen heutigen Wert bekommst du in drei Minuten aus dem freien Listing Checker, ohne Konto. Von Hand geht es über die Prüfmethode aus 35 Fragen.
Was von den 156 Euro tatsächlich übrig bleibt
Der Betrag ist eine Modellrechnung, keine Prognose. Er verteilt sich zeitversetzt auf drei Größen:
- Conversion Rate — die einzige sauber messbare. Ihr Nenner sind deine Sitzungen, und die ändern sich durch Text nicht. Sichtbar nach ein bis zwei Wochen.
- Umsatz — folgt zwei bis vier Wochen später. Vom Gewinn geht ab, was der Rechner nicht kennt: Retouren, Rabatte, Werbekosten.
- Best-Seller-Rank — reagiert nicht direkt, sondern über die Verkaufsgeschwindigkeit. Vier bis acht Wochen, und nur bei stabiler Entwicklung.
Drei Stellen versprechen dabei regelmäßig zu viel:
| Stelle | Was schiefgeht | Was du stattdessen tust |
|---|---|---|
| Zuwachs als Zulage | „Plus 2 Punkte" auf ein Listing bei 70 | Startwert bestimmen, dann dividieren |
| Umsatz statt Gewinn | Dreistellig sieht anders aus als nach Marge | Beide Zeilen rechnen, nach der zweiten entscheiden |
| Zu kurzer Zeitraum | 14 Tage hochgerechnet | Vollen Vormonat nehmen |
Was bleibt, ist der Teil, der niemanden etwas kostet: dieselben Besucher, dieselbe Werbung, mehr Käufer. Bei bezahltem Traffic sinken damit die Kosten je Verkauf — die zweite Hälfte steht in Umsatz steigern ohne Werbung.
Diese Rechnung braucht zwei Zahlen je Listing: den heutigen Ertrag und den Anteil offener Kauffragen. Die zweite steht in keinem Business Report. SELLRZ bestimmt sie je ASIN und sortiert den Katalog danach.
Richtig und falsch, mit Schnelltest

| Falsch | Richtig | Warum |
|---|---|---|
| Seitenaufrufe als Nenner | Sitzungen als Nenner | Ein Interessent erzeugt mehrere Aufrufe |
| Sitzungsprozentsatz als Conversion lesen | Bestellpositionen je Sitzung lesen | Die erste Spalte zählt Einheiten |
| Denselben Zuwachs für jedes Listing | Zuwachs aus dem Abstand zum Band | Der Zuwachs ist ein Verhältnis |
| Mit dem Maximum 90 rechnen | Mit dem Band 70–80 rechnen | Kategorieführer liegen bei 75–88 |
| Nach Umsatzplus entscheiden | Nach Gewinnplus entscheiden | Bei 30 Prozent Marge bleibt ein Drittel |
Nimm deine umsatzstärkste ASIN und rechne: Besucher × Conversion × Preis × Marge. Nimm davon 17 Prozent — so viel gibt selbst ein gutes Listing noch her. Liegt der Betrag unter zwei Stunden Arbeit, ist diese ASIN nicht deine nächste.
Häufige Fragen
Wie berechne ich die Conversion Rate bei Amazon?
Bestellpositionen geteilt durch Sitzungen, mal 100. Beide Zahlen stehen unter Berichte → Geschäftsberichte → Verkäufe und Traffic nach ASIN. Nimm die Spalte „Prozentsatz Bestellpositionen pro Sitzung" — sie zählt Käufer. Der Sitzungsprozentsatz daneben zählt Einheiten.
Sitzungen oder Seitenaufrufe im Nenner?
Sitzungen. Ein Interessent erzeugt oft fünf Seitenaufrufe, bevor er kauft. Mit dem falschen Nenner rechnest du deine Conversion auf ein Drittel herunter. Eine Sitzung ist die Aktivität eines Besuchers innerhalb von 24 Stunden.
Was ist eine gute Conversion Rate bei Amazon?
Die Spannen liegen weit auseinander: 1 bis 25 Prozent über alle Kategorien, 5 bis 10 bei betreuten Konten, Elektronik 3 bis 8, Verbrauchsgüter 15 bis 25. Kategorie und Preis bestimmen die Conversion stärker als dein Text. Vergleiche deine eigenen ASINs untereinander.
Wie viel mehr Conversion ist realistisch?
Das hängt davon ab, wo dein Listing steht. Bei einem durchschnittlichen sind 50 bis 75 Prozent mehr Käufer drin, bei einem guten noch 17 Prozent, ab Wert 80 rechnet das Modell nichts mehr. Deinen Wert bestimmst du über die Prüfmethode aus 35 Fragen.
Warum wird der Zuwachs kleiner, je besser mein Listing ist?
Weil die offenen Kaufbedenken ausgehen. Wer 30 der 35 Kernfragen beantwortet, kann höchstens noch fünf gewinnen. Nicht die Arbeit wird schwerer, der Vorrat wird kleiner. Daraus folgt die Reihenfolge: Bei gleichem Umsatz trägt die schwächere ASIN den größeren Betrag.
Warum SELLRZ hier sinnvoll ist
Für eine ASIN ist das eine Dreisatzrechnung. Bei vierhundert brauchst du je Listing den Bewertungswert und die Kennzahlen desselben Zeitraums, sonst lassen sich die Beträge nicht nebeneinanderlegen. SELLRZ bewertet jede Fassung über dieselben 35 Fragen und sortiert nach dem, was eine Änderung wert wäre.
Quellen
- Amazon Seller Central — Geschäftsberichte „Verkäufe und Traffic nach ASIN": Spaltendefinitionen (Stand August 2026; Bezeichnungen ändern sich)
- adference — Conversion Rate bei Amazon: Benchmarkspannen 1–25 Prozent (abgerufen 26. August 2026)
- Kategoriebenchmarks 2026 von Seller Sprite und SalesDuo
Wachstumstweak: der Betrag gehört in die Katalogliste
Eine Liste mit Conversion-Werten sortiert nach dem, was am schlechtesten aussieht. Ein Listing mit 2 Prozent und 40 Besuchern steht darin über einem mit 5 Prozent und 3.000.
Vier Zahlen, die du hast, mal einer aus dem Abstand zum Band. Sortier danach, und die Reihenfolge fürs Quartal steht — ohne Diskussion, weil in der Spalte Euro steht.
Wenn du das auch machen willst, nutze SELLRZ für dein Amazon-Wachstum. Bewertung und Kennzahlen je Listing in einer Ansicht, mit einer Reihenfolge, die sagt, welche ASIN als Nächstes dran ist. Kostenlos starten



